Funktionsweise

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In dem Schottdorf-Meiler läuft ein kontinuierlicher Prozess ab. Die Biomasse wandert von oben nach unten, wird dabei getrocknet, erhitzt (Destillationszone) und in der Glutzone zur eigentlichen Pflanzenkohle. Diese Pflanzenkohle wird automatisch entnommen und in einem Mischer auf 20 % Wassergehalt abgelöscht. Das Gas bewegt sich im Meiler von unten nach oben. Es entsteht aus der unten eingetretenen Verbrennungsluft. Die Verbrennungsluft verliert in der Glutzone ihren Sauerstoff und erhitzt sich dabei auf ca. 700 °C. Dadurch entsteht oberhalb der Glutzone die sauerstofffreie Destillationszone. Aus dieser wandert das Gas weiter nach oben, kühlt sich dabei ab und nimmt den gesamten Wassergehalt der nachrückenden Biomasse auf. Gleichzeitig wird das Gas dabei gefiltert. Beim Austritt aus dem Schottdorf-Meiler hat das Gas ca. 98 °C.

Der Schottdorf-Meiler liefert über den Gaskanal eine Dauerleistung von 300 kW thermisch. Im Gegensatz zu den Methoden der direkten Verbrennung von Biomasse gibt es bei dem Schottdorf-Meiler keinerlei Probleme mit Rauch und Staub (insbesondere keinen Feinstaub).

Das Gas kann auch in den Fermenter einer Biogasanlage eingeleitet werden. Dies verbessert die Effizienz der Biogasanlage.

Das Schottdorf Verfahren ist weder eine Vergasung noch eine Pyrolyse. Im Vordergrund steht die Herstellung von reiner Pflanzenkohle. Das dabei entstehende Gas ist ein Nebenprodukt und kann als Energieträger verwendet werden.